Die alte Kunst

Die ersten Graffiti fanden sich im Alten Ägypten. Damit sind nicht die reich ausgestalteten Wandmalereien in den Tempeln und Grabstätten gemeint, sondern gemäß der Definition private, gekratzte Inschriften, die sich auf Tempeln, in Gräbern, auf Felsen und Statuen befinden. Es finden sich im Alten Reich 2216 v. Chr. Graffiti in verschiedenen Schriften und Sprachen. Die ägyptischen Graffiti lassen sich bis in die Mitte des 5. Jahrhunderts nachvollziehen.

auch in Rom

Auch bei den Römern, gibt es viele Graffiti. Die meisten hatten sexuelle Inhalte und Bilder, wie etwa Karikaturen oder andere Zeichnungen. Viele Graffiti handeln auch von Gladiatorenkämpfen und finden sich vornehmlich am Stadion. Die gleiche Art von Inschriften finden sich z. B. auch im 2. und 3. Jahrhundert bei den Griechen. Verfasst sind die Graffiti überwiegend in griechisch und nur selten in Latein. Das Anbringen von Graffiti scheint nichts Verwerfliches gewesen zu sein, so dass auch Lobpreisungen auf Gastwirte in Räumen gefunden wurden.

 

Wo kannte man noch die alte Kunst?

In Amerika wurden bei den Maya in Tikal ebenfalls Graffiti gefunden. Diese sollen bis ca. 100 v. Chr. zurückreichen.
Auch die Wikinger hinterließen Spuren in Form von Graffiti. Seit dem 16. Jahrhundert findet man in Europa sogenannte „Zinken“ auf diversen Untergründen, die von fahrendem Volk angebracht werden, um Gleichgesinnte über die lokale Situation zu informieren. So werden diese Geheimzeichen z. B. an Wohnhäusern angebracht, um nachfolgenden Landstreichern anzuzeigen, ob es dort etwas zu erbetteln gibt oder ob man lieber nicht vorsprechen sollte, weil Prügel zu erwarten sind. Diese Symbole finden bis in die heutige Zeit Verwendung.

 

Wo kommt der Name her?

Graffiti ist der Plural des aus dem italienischen stammenden Worts graffito. Es leitet sich etymologisch aus dem Griechischen von γράφειν (graphein) ab, was schreiben und zeichnen bedeutet. Ersteller von Graffiti, insbesondere wenn sie Sprühdosen verwenden, werden oft Sprayer (englisch für Sprüher) genannt. Im offiziellen Sprachgebrauch der DDR wurden Graffiti als Teil der Hip-Hop-Jugendkultur als „Rapschrift“ bezeichnet, abgeleitet von Rap.

Pure Emotionen:

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